Immer einen kleinen Schritt voraus

70 JAHRE INSTITUT FÜR MARKTPSYCHOLOGIE MANNHEIM – EINE ERFOLGSGESCHICHTE

Dr. Bernt Spiegel beginnt am psychologischen Institut der Wirtschaftshochschule Mannheim mit werbepsychologischen Untersuchungsmethoden und legt den Grundstein des Instituts für Marktpsychologie.

1949

eröffnet das Institut das erste Teststudio in der Fußgängerzone Mannheims. Im Mittelpunkt stehen wissenschaftliche Experimente mit Verhaltensbeobachtung mit apparativer Unterstützung wie Blickregistrierung, Tachistoskop oder Schnellgreifbühne.

1958

wird in den USA die Motivforschung durch Ernest Dichter populär, die sich später auch in Europa etabliert. In seiner Strategie Im Reich der Wünsche verbindet Dichter die Tiefenpsychologie mit der marktpsychologischen Motivforschung.

1960

wird das psychologische Marktmodell entwickelt, das zuverlässige Vorhersagen für das Konsumentenverhalten liefert. Die Forschungsergebnisse zur „Struktur der Meinungsverteilung im sozialen Feld“ tragen wesentlich zur Entwicklung der Imageforschung bei und sind bis heute zentraler Bestandteil der Markenpsychologie.

1961

erwirbt Dr. Gert Gutjahr das Institut für Marktpsychologie. In der Psychologie etabliert sich neben der Psychodynamik die humanistische Psychologie. Die Befragung wird zum Königsweg in der Marktforschung. Unter dem Einfluss der Psychoanalyse setzt sich das bis heute geläufige Tiefeninterview durch. Das IFM erweitert diesen Ansatz aus einer humanistischen Perspektive und entwickelt die nicht-direktive Exploration, später publiziert Gert Gutjahr Die Psychologie des Interviews.

1972

spiegelt sich der Grundsatz der marktpsychologischen Forschungsausrichtung im Zusammenspiel aus quantitativen und qualitativen Daten. Insofern setzt sich das Institut auch intensiv mit qualitativen Forschungsansätzen und ihrer Weiterentwicklung auseinander und zählt zu den ersten, die mit Online-Fokusgruppen experimentieren. Qualitative Methoden wie beispielsweise Online-Diaries gehören seitdem zum festen Methodenportfolio des IFM.

2000

liefern neurophysiologische Untersuchungen neue Erkenntnisse über die unbewussten Prozesse. Die Erfahrungen aus den früheren tiefenpsychologischen Forschungsansätzen haben zu den modernen impliziten Methoden wie der Reaktionszeitmessung geführt. Erste neuropsychologische Markenstudien werden mit der Universität Münster durchgeführt. Ein interessantes Ergebnis ist die Feststellung, dass die Lieblingsmarken der Probanden besondere Aktivierungsmuster im Gehirn zeigen. Markenstärke ist also im Gehirn unbewusst wirksam. Das IFM entwickelt den Brand Explorer ® und Brand Success®. Diese liefern wichtige Grundlagen für die erfolgreiche Markenführung.

2010

erscheint die 4. Auflage von Markenpsychologie: Wie Marken wirken – Was Marken stark macht. Gert Gutjahr

2019